Bellen

Aktualisiert: 23. Jan.

Das Bellen eines Hundes kann verschiedene Gründe haben:


-Unsicherheit

-Freude

-Wiedersehen

-Langeweile

-Revier- Verteidigung

-Kommunikation

-Stress

-Angst usw.


Bellen ist eine Art der Kommunikation. Es gibt Hunde, die sich mehr mit Bellen verständigen und andere, welche wiederum nur mit der Körperhaltung kommunizieren.


Bellen Hunde in einer Situation sehr viel und hoch erregt, so bringen Sie negative Gefühle zum Ausdruck. Sie sind gestresst und können kaum beruhigt werden.

Die häufigsten Ursachen dafür sind verschiedene Auslöser, Unsicherheit, Begegnungen, Langeweile, Überforderung, Frust und Grundstück- Verteidigung.


Bellen liegt in der Natur der Hunde und ist dementsprechend angeboren, dieses Verhalten gehört zum Hund dazu. Sie bellen um ihr Territorium anzuzeigen, um dieses zu Verteidigen und gleichzeitig dient das Bellen der Kommunikation.

Aufgrund ihrer Veranlagung bellen einige Hunde häufiger.

Sie wurden zu Hüte- oder Wachhunden gezüchtet. Das Bellen ist in ihren Genen verankert.


Alles was die Aufregung der Hunde verstärkt, kann das Bellen auch noch zusätzlich verstärken.

-Stimmungsübertragung

-Schimpfen

-erhöhte Erwartungshaltung (Jemand spricht den Hund an, aber es passiert nichts)

-Usw.


Bellen aus Unsicherheit

Solche Hunde befinden vieles als Bedrohung (Geräusche, Gegenstände, Schatten, fremde Personen oder Artgenossen usw.).

Fürchtet sich der Hund oder ist ihm eine Situation nicht geheuer, dient sein Bellen der Forderung nach Distanz.

Der Hund signalisiert damit: „Bis hierher und nicht weiter!“

Oft verstärkt die Unsicherheit des Besitzers, die Unsicherheit des Hundes, z.B. der Hund ist an der Leine - Etwas nähert sich - Der Besitzer spannt die Leine bereits an - Der Hund wird dementsprechend noch stärker Bellen.


Bellen aus Frust / Langeweile

Solche Hunde sind oft nicht Ausgelastet, Unterfordert oder werden oft viel alleine gelassen. Bellen ist dann eine Art Selbstbeschäftigung. Die überschüssige Energie im Hundekörper muss weg!

Oft unterschätzt der Mensch, wieviel Zeit es kostet einen Hund artgerecht zu halten und ihn zufrieden und glücklich zu machen. Es reicht nicht, für Futter zu sorgen und ihn dreimal am Tag spazieren zu führen.

Hunde brauchen eine ausreichende Beschäftigung, eine geistige und körperliche Auslastung. Kann er sich nicht genug bewegen, nicht lernen und wird er nicht gefordert, fördert dies beim Hund das Bellen aus Langeweile.


Bellen aus Freude / Erregung

Der schönste Grund für ein lautes Bellen ist natürlich die Freude.

Der Hund begrüßt Sie mit seinem Bellen und freut sich, dass Sie wieder zu Hause sind. Für Ihren Vierbeiner ist das eine Form der Kontaktaufnahme.

Genauso verhält es sich, wenn die Hunde Artgenossen oder bekannte Menschen treffen und vor Freude nicht anders können, als zu Bellen.


Bellen für Aufmerksamkeit

Hunde sind soziale Wesen, die sich mit ihrem Rudel austauschen und kommunizieren. Wird der Hund links liegen gelassen, nicht mit Aufgaben beschäftigt oder ausgelastet neigt er dazu, sich durch Bellen wieder in Erscheinung zu bringen.

Somit fordert der Hund, durch Bellen, die Aufmerksamkeit seines Besitzers.

Einige Hunde bellen besonders viel, wenn Besuch kommt. Kein Wunder: Plötzlich müssen sie die Aufmerksamkeit mit Personen teilen. Diese Hunde sind frustriert und fühlen sich vernachlässigt.


Der Hund teilt mit seinem Bellen mit, dass er Spielen oder Beschäftigt werden möchte, dass er Rausgehen oder Futter haben möchte.

Kommt man seinem auffordernden Bellen nach, belohnst man ihn.

Hat der Hund sein Erfolgserlebnis, wiederholt er sein Bellen. Bis er endlich wieder beachtet wird. Jetzt beginnt der Kreislauf erneut.


Bellen aus Beschützerinstinkt

Wachhunde oder Hütehunde, bzw. Hunderassen die hierfür prädestiniert sind bellen, weil sie ihr Rudel beschützen. Diese Erbanlagen verleiten sie dazu, gegenüber anderen Hunden schneller laut zu werden und ihr Revier verteidigen zu wollen. Sie machen darauf aufmerksam, dass in der näheren Umgebung etwas nicht stimmt. Ihre ausgeprägten Sinnesorgane nehmen Veränderungen viel eher wahr, als wir Menschen es je könnten. Hunde riechen und hören viel besser als wir und genau diese Eigenschaften haben wir uns vor Hunderten von Jahren beim Wolf zu nutze gemacht. Je nach Hunderasse wird bereits angeschlagen, wenn andere Hunde oder auch Personen am Grundstück vorbeilaufen. Andere Hingegen schlagen an, wenn das Klingeln an der Haustür beginnt oder sie ein Aussengeräusch feststellen.


Diese Hunde sind gewillt ihre Familie durch Bellen zu Verteidigen.


Bellen aus Schmerzen

Solche Hunde bellen aufgrund chronischer Schmerzen oder anderen körperlichen Beschwerden. Nicht selten ist eine Schilddrüsenunterfunktion Ursache für gesteigerte Angst, Stressauffälligkeiten und häufiges Bellen.


Bellt also der Hund sehr häufig und wird keine sichtliche Ursache festgestellt, so ist der Weg zum Tierarzt unumgänglich.


 

Zeit für den Hund nehmen

Sollte das Bellen trotz Hundeschule und Training nicht aufhören, ist es wichtig, sich mehr Zeit für den Hund zu nehmen. Mehr Aufmerksamkeit und Nähe schenken. Eine Uhrzeit festlegen, an der, der Hund beschäftigt werden soll. So kann sich der Hund darauf freuen und weiss, dass man ihn nicht vergessen hat.


Nicht Vergessen!

Ein Hund bleibt immer ein Hund. Der Hund macht sich über sein Bellen verständlich. Das ist seine Form der Lautäußerung. Versuche nicht, das Bellen bei deinem Hund vollständig zu unterdrücken.


Das Bellen eines Hundes kann viele Gründe haben. Nur wenn Hundehalter sie kennen, können sie auf die Bedürfnisse des Vierbeiners auch richtig eingehen.

Es gibt viele Möglichkeiten, das Bellen eines Hundes in den Griff zu kriegen. Symptome richtig erkennen, Ruhe reinbringen, Vertrauen aufbauen, zusammen Üben.

Der Hund wird sich durch weniger Bellen bedanken!


PS: Benutzen Sie KEINE technischen Hilfsmittel, wie Antibell-Halsbänder usw.!







Haben Sie Fragen?

Sie dürfen sich jederzeit bei uns melden!

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